Aktuelles, Ort der Stille, Monika Aquaro, Reikimeisterin

Leserbrief zur Wirbelsäulenbegradigung


von Harald P.

Aufgerichtet


Ist es wahr, was ich erfahren habe? Mein Kopf nach vorn geneigt, die rechte Schulter hängend, der Bauch vorgewölbt, schief die Wirbelsäule… Ich fühlte wohl, dass es mir nicht gelingen will, das Becken aufzurichten. Es war mir klar, dass ich abnehmen musste, aber das war ein Irrtum. Mein Magen hatte inzwischen seine Arbeit verweigert. Ich war genervt und meine Gedanken kreisten wie Geier über mir. Die Beute, auf die sie lauerten, aber war ich. Das Opfer würde bald seinen Lebensmut aufgeben… Ich fühlte, dass etwas geschehen musste, wenn ich nicht ständiger Unzufriedenheit und permanentem Schmerz ausgeliefert sein wollte. Also begab ich mich auf den Weg zum Ort der Stille. Nach liebevoller Begrüßung, heißem Tee und einem Gespräch voller Anteilnahme und gegenseitigem Interesse war es schließlich soweit. Betrachten, ausmessen und fotografieren. Ich lag auf der Liege, schloss die Augen und nach wenigen Sekunden hörte ich ihre Stimme und verstand: Es war geschehen. Die Aufrichtung hatte stattgefunden. Nach der Reiki-Behandlung stand ich auf, bemerkte sofort, dass mein Bauch wieder flach war, weil das Becken in der richtigen Position schwebte, leicht und beweglich, frei und ohne Schmerz. Die rechte Schulter war auf derselben Höhe wie die linke und ich fühlte mich gut. Ich fühlte mich heiter und gelassen, musste sogar lachen. Dankbarkeit und Zuversicht fühlte ich und ich freute mich auf einen Spaziergang, aufrecht. Als sich das Tor öffnete, war es wie das Tor zu einem neuen Leben, in das ich hinaus schritt. Zuhause blieb ich vor dem Spiegel stehen und auch heute noch schaue ich hinein. Ich sehe mich aufgerichtet, auch wenn ich Muskelkater habe und ich noch ein wenig Angst vor weiteren, neuen Schmerzen spüre. Aber ich fühle mich bedeutend besser. Ich stehe und gehe viel freier und brauche nicht dauernd daran zu denken, wie es weitergeht. Ich schreibe dies auf, um mein Loslassen festzuhalten, um eine blitzschnelle Erfahrung zu konservieren, um die Erfahrung eines Augenblicks, eines Wimpernschlags zu kosten, einer Zeit nachzuspüren, in der ein Wunder geschah ohne Berührung, aber nachhaltig, ohne Anstrengung und Schmerz, wie im Vorübergehen wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Das Leben geht weiter. Ich nehme wahr, dass ich nicht alleine bin, sondern Teil einer Kraft, die heilt, aufrichtet und ganz macht; sie heißt: universelle Lebensenergie. Danke, Monika!